Anne Moritz Heilpraktikerin Berlin-Lichtenrade

April – Osterzeit

Liebe Patienten, liebe Klienten, liebe Gäste,

das Osterfest gilt als wichtigstes christliches Fest im Kirchenjahr. So ist es noch bedeutungsvoller als Weihnachten. An Weihnachten wird die Geburt Jesu gefeiert. An Ostern wird am Gründonnerstag zunächst des letzten Abendmals Jesu mit seinen Aposteln gedacht. Es schließt sich der Karfreitag an, der Tag der Trauer, Buße und des Betens, denn Judas hatte Jesus in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag verraten und am selben Tag wurde Jesus verurteilt und gekreuzigt. Der folgende Karsamstag gilt dem Gedenken der Grabesruhe Jesu und somit als stillster Tag im Kirchenjahr.
Am Ostersonntag dann wird schließlich die Auferstehung Jesu begangen. Der Tag, an dem Maria Magdalena mit anderen Frauen entdeckte, dass das Grab Jesu leer, er auferstanden war von den Toten. Für sie galt dies als ein Zeichen, dass Jesus den Tod überwunden hatte, der Tod also nicht als endgültiges Ende, sondern als Beginn eines neues Lebens gesehen werden kann. Bereits in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Auferstehung mit Osterfeuern und Feierlichkeiten begangen, die am Ostersonntag fortgesetzt werden. Der folgende Ostermontag, der dritten Tag nach der Kreuzigung, ist der letzte Tag des Osterfestes. Es ist überliefert, dass an diesem Tag zwei Jünger auf Ihrem Weg einen Unbekannten trafen, den sie später als Jesus erkannten und anschließend seine Auferstehung in Jerusalem verkündeten.

Ob nun das Osterfest als christliches Fest begangen wird oder ob Sie die Feiertage nutzen, zu tun, wo auch immer Sie sich wohl damit fühlen und was Ihnen Freude bereitet. Gerade in der montanen Zeit ist es wichtig, sich an Ihrem Bedürfnis zu orientieren und der Seele Gutes zu tun.

Im diesem Sinne und in dieser einerseits österlich feierlichen, aber im Rahmen der aktuellen Situation in Deutschland, Europa und der Welt auch sehr nachdenklichen Zeit und einer Zeit der Einkehr, möchte ich Ihnen ein kleines Gedicht mit auf den Weg geben.


Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?

Da antwortete er: Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.

(von Margaret Fishback Powers)

Was auch immer momentan geschieht, wie sehr auch Ihr Leben dadurch verändert wird, wie turbulent die Zeit auch sein mag, und ganz egal, ob Sie christlich orientiert und gläubig sind oder nicht: Sie können niemals tiefer fallen als in Gottes Hand. Denn Sie werden stets getragen und finden zu jeder Zeit, am rechten Ort alle Unterstützung, die Sie brauchen! Ob aktiv für sich selbst, oder vielleicht in Form einer anderen Person, der Sie begegnen und die Ihnen weiterhelfen kann. Wie auch immer die Unterstützung aussehen mag, seien Sie offen und gehen Sie Ihren Weg!

Herzlichst
Ihre Anne Moritz